Derzeit zieht eine ziemlich heftige Grippewelle durchs Land. Ich habe normalerweise ein Immunsystem wie ein Kinderarzt, doch selbst mich hat es diesmal erwischt. Grund genug, sich einmal Gedanken zu machen, wie man die gewonnene Zeit sinnvoll im Sinne der eigenen Finanzen verwenden kann. Hier deshalb sieben Ideen, was ihr mit Grippe im Bett für eure Finanzen tun könnt.

Ärgere dich über die anziehende Inflation.

Im Januar lag die Inflation auf Jahresbasis bei 1,9%, vor allem wegen steigender Rohstoffpreise, aber auch dem Anziehen der Obst- und Gemüsepreise. Der kalte Winter in Spanien hat ja bekanntermaßen einen guten Teil der Ernte gekostet und ein Salatkopf kostet fast so viel wie ein Suppenhuhn. Überlege, wie du auf die sinkenden Realzinsen reagieren kannst. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Immobilienkauf? Zwar sind auch die Kreditzinsen deutlich angestiegen, aber noch befinden wir uns am Anfang des Zinszyklus. 15-Jährige Zinsbindungen gibt es derzeit noch für unter 2,00%. Wenn du mich fragst, wird das aber nicht mehr lange der Fall sein. Wenn du zumindest der Meinung bist, dass die Preise nicht völlig davon gelaufen sind, wäre ein Wohnungskauf hier und da durchaus eine Überlegung wert.

Miste deine Watchlist aus.

In Watchlists finden sich häufig Titel, die vor Jahren mal von Interesse waren. Also raus damit, bevor du dich deiner emotionalen Bindung an die Aktie erinnerst ;-). Wenn du eigentlich beschlossen hast, nur auf passive Investments zu setzen, lösche die Watchlist lieber gesamt. Dann kommst du gar nicht in Versuchung, Einzelspiele doch mal wieder zu wagen.

Checke deine Gebäudeversicherung mal wieder.

Die meisten Menschen wechseln ihre Gebäudeversicherung nur alle Jahrzehnte mal, dabei kann es mittlerweile deutlich bessere Angebote geben. Wenn du Pech hast, besteht mittlerweile sogar Unterversicherung für dein Haus, da ihr zum Beispiel angebaut habt oder die Wertigkeit der Ausstattung erhöht habt. Sparpotenzial: Viele hundert Euro im Jahr. Preise vergleichen könnt ihr auf vielen Plattformen, u.a. auch bei ImmoSchutz24, einem meiner eigenen Projekte.

Prüfe die Konditionen deines Girokontos.

Die Gebührenmodelle deutscher Girokonten sind gerade ziemlich Umbruch. Was den Banken auf der Zinsseite fehlt, versuchen sie, auf der Provisionsseite wieder reinzubekommen. Reihenweise steigen also die Kontogebühren und auch Kreditkartenkonditionen werden schlechter (zum Beispiel bei der DKB oder der Consorsbank, wo Fremdwährungsumsätze mittlerweile nicht mehr kostenfrei sind). Hier lohnt also durchaus ein neuerlicher Anbietervergleich, auch wenn das Einsparpotenzial nur bei einigen Euro liegen dürfte.

Lies mal wieder.

Ich selbst bin ein Fan von Tim Ferriss und lese gerade sein neuestes Buch Tools of Titans. Darin fasst er die Erkenntnisse aus etlichen seiner Interviews zusammen. Wer die 4-Stunden-Woche mochte, wird auch Gefallen an diesem Buch finden – auch wenn der Stil ein ganz anderer ist. Man muss es als Sammelsurium interessanten Inputs sehen.

Setze dich jetzt an deine Steuererklärung.

Wenn du schon alle Belege für letztes Jahr bekommen hast (Banken, Krankenkassen und Co.), kannst du die leidige Steuer jetzt schon wegarbeiten. Das gibt dir den Freiraum im Frühjahr oder Sommer, wenn du deine Zeit garantiert anders verbringen willst. Belege sortieren kannst du auch im Bett, also nichts wie ran! Du sparst zwar nichts, kommst aber früher an deine Steuerrückzahlung, hast also letztlich positive Cashflow-Effekte. Da Geld einen Zeitwert hat, sparst du letztlich also doch ganz konkret Geld.

Freu dich, dass du eine Woche mal sparsam lebst.

Kranksein ist super fürs Portemonnaie. Man geht nicht aus, isst nicht auswärts, trinkt keinen Alkohol. Man verlässt das Haus nicht und hat keinerlei Mobilitätskosten. Außer Medizin und ein paar Lebensmitteln (geringen Appetit hat man ja auch noch) braucht man ja nichts. Die Woche im Bett ist quasi der Boost für deine Sparquote.

Und jetzt gute Besserung.

Über den Autor

Dominic arbeitete nach Banklehre und Wirtschaftsstudium für eine Privatbank als Portfoliomanager und verwaltete große Vermögen. Auf seinem Blog Der Portfoliomanager schreibt er über schlaue Geldanlage – mit dem Ziel, die Rendite seiner Leser vorm Nullzins zu retten. Mehr

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